Schröpfen

Schröpfen

Erste Beschreibungen der Methode des Schröpfens lassen sich bis ca. 3300 Jahre vor Christi Geburt zurückverfolgen. Das Schröpfen stammt ursprünglich aus der traditionellen chinesischen Medizin und zählt zu den klassischen Ausleitungsverfahren durch welche Giftstoffe aus dem Körper entfernt werden. Beim Naturheilverfahren des Schröpfens kommt es zum Einsatz von Saugglocken durch deren Hohlraum ein Unterdruck auf bestimmte Areale der Haut erzeugt wird. Der dadurch entstehende Reiz im Organismus führt zur Auflösung von Blockaden, so dass der Energiefluss des Körpers angeregt wird. Die kraftvolle Saugwirkung bewirkt eine Stimulierung der Zirkulation von Blut und Lymphe und wirkt in weiterer Folge anregend auf Organe und Immunsystem. Die intensive Saugwirkung zieht Gift- und Schadstoffe unter die Hautoberfläche. Diese werden über Lymphgefäße entsorgt , in Folge entsteht ein Entgiftungseffekt.

Das Schröpfen erfolgt vorwiegend am Rücken, da hier die mit einzelnen Körperorganen in Verbindung stehenden Reflexzonen liegen und so organspezifische Energiepunkte (Triggerpunkte) aktiviert werden können. Geschröpft werden Verhärtungen der Haut, Erhebungen und leichte Eindellungen. Diese lassen auf eine Fehlfunktion der mit dieser Stelle verbundenen Organe schließen. Durch das gezielte Schröpfen dieser Hautzonen werden die entsprechenden Organe unmittelbar beeinflusst und aktiviert. Unterschieden werden drei verschiedene Schröpf-Methoden: das trockene Schröpfen, das blutige Schröpfen und die Schröpfmassage.

Das Schröpfen ist praktisch anwendbar (induziert) bei Verdauungsbeschwerden, muskulären Verspannungen, Migräne, Rückenschmerzen, rheumatische Beschwerden, funktionellen Herzbeschwerden. Manche Therapeuten wenden diese Behandlungstechnik auch gezielt bei Bandscheibenproblemen, Hexenschuss, Knieproblemen, Karpaltunnelsyndrom, Bluthochdruck, Ischias, Hypotonie, Müdigkeit, Depressionen, Schwächezuständen sowie auch bei Fieber, Erkältung und Grippe an.

 

10